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Die Angriffe nehmen zu: MacOS X als attraktives Viren-Ziel

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Virenschutz brauchen Sie für Ihren Mac nicht, weil sowieso nur Windows-PCs angegriffen werden? Damit liegen Sie nicht mehr ganz richtig, denn inzwischen gibt es tatsächlich Viren, die speziell für MacOS X geschrieben wurden. Ob diese gefährlich sind und wie Sie sich dagegen schützen, zeigt dieser kurze Bericht.

Die alten Legenden
Apple selbst ist nicht unschuldig an dem Umstand, dass viele Mac-Nutzer denken, dass sie keinen Antivirenschutz bräuchten. Angeblich seien die vorinstallierten Programme gut genug, um die allermeisten Eindringlinge abhalten zu können. Weiterhin fußt das Grundgerüst von MacOS X auf dem UNIX-Kern, welcher schließlich auch bei Linux zum Einsatz kommt – und auch das gilt gemeinhin als sicher.

Nicht bedacht hat Apple dabei jedoch, dass iPhones, iPods, iPads und die diversen Macs und MacBooks in den vergangenen Jahren immer populärer wurden. Aus der Sicht der Entwickler von Schadsoftware ist es offensichtlich sinnvoll, Viren und Trojaner für diejenigen Betriebssysteme zu schreiben, welche die höchste Verbreitung genießen. An klassischen Arbeitsplätzen und Computern ist das zwar nach wie vor und mit deutlichem Abstand Windows, aber Apple holt auf – und das sorgt dafür, dass auch die Anzahl der Viren stark zugenommen hat.

Wie sieht der aktuelle Stand aus?
Im Jahr 2014 wurden bislang 51 speziell für MacOS X entwickelte Viren festgestellt. Das ist im Vergleich zu Windows nur ein Bruchteil, aber die Qualität der Schadsoftware sagt in der Regel mehr aus als dessen Quantität. WireLurker beispielsweise ist tatsächlich relativ gefährlich (wenngleich auch in erster Linie nur für asiatische Nutzer). iWorm hingegen konnte in kurzer Zeit im Oktober über 18.000 Geräte infizieren. Der Schaden hält sich bislang in Grenzen – aber wie lange noch?

Wirft man nämlich einen Blick in die Zukunft, wird der Marktanteil von Apple wahrscheinlich eher noch wachsen als schrumpfen. Das wiederum führt zum erwähnten wachsenden Interesse seitens der Hacker – und umso mehr Grund haben Sie in Zukunft, auf eine gute Antivirensoftware Wert zu legen. Eloquentem Schutz bieten hierbei auch günstigere Softwarelösungen wie der Virenscanner von F-Secure Anti-Virus, sicherlich kein Muss, aber erwähnenswert für alle Sicherheitsfanatiker.

Bis dahin schauen wir uns kurz an, was Sie schon jetzt gegen Virenbefall tun können:

– Viele Viren gelangen nicht auf den Mac, weil das Gerät so anfällig wäre, sondern weil der Mensch einen Fehler macht. Daher gilt: Erst nachdenken, dann auf einen Link klicken. Besuchen Sie keine Links, deren Ziel Sie nicht kennen und überlegen Sie vor dem Ausführen von Programmen, ob Sie der Quelle trauen.

– Verschlafen Sie keine Updates für MacOS X: Wenn Apple Sicherheitslücken schließt, aber Sie die dazugehörigen Updates nicht installieren, kann auch eine gute Antivirensoftware manchmal nicht mehr helfen.

– Plug-ins für den Browser – wie vielleicht Flash, Java und dergleichen mehr – sind häufiger von Sicherheitslücken betroffen als MacOS X selbst. Halten Sie diese daher immer auf dem aktuellsten Stand. Die Alternative: Sie verzichten komplett auf diese Plug-ins (was aber nicht immer möglich ist).
Sofern Sie diese Hinweise befolgen und sich um ein aktuelles (und in der Regel nicht besonders teures) Antivirenprogramm kümmern, haben Sie normalerweise nichts mehr zu befürchten. Immun gegen Schadsoftware macht Sie diese Kombination aber auch nicht, weshalb Sie Ihre Wachsamkeit gerade auf Webseiten zweifelhaften Inhalts aufrechterhalten sollten.