Einträge: Beiträge | Kommentare

Gestern Amazon, heute GetJar, morgen ? – Apple kämpft für „seinen“ App Store

Keine Kommentare

zeichen_068.jpgLetzte Woche war Apple mit dem Versuch gescheitert, Amazon per einstweiliger Verfügung die Nutzung des Begriffs „Appstore“ (Amazon Schreibweise) zu verbieten. Apple hatte, nach Meinung des Gerichts, keine hinreichenden Beweise vorgelegt, dass Kunden die beiden Marken „Apple App Store“ und „Amazon Appstore“ durcheinanderbringen könnten. Amazons Argumentation, „App Store“ sei ein allgemeiner Begriff ließ die Richterin aber auch nicht gelten.

Jetzt ist das nächste Unternehmen dran:

Der Technologiekonzern Apple will jetzt GetJar per Abmahnung die Nutzung des Begriffs „App Store“ verbieten. Das Unternehmen betreibt nach eigenen Angaben den „international größten unabhängigen app store“ und bietet Anwendungen für Blackberry, Symbian, Android und javafähige Handys an. Apple vertritt jedoch die Auffassung, dass der „App Store“ seinen eigenen Service für mobile Applikationen bezeichnet und GetJar sich den Begriff daher nicht zunutze machen darf.

Apple weist ferner darauf hin, dass es den Schutz seiner Marke „sehr ernst nimmt“. GetJar solle den Begriff „App Store“ nicht mehr auf seiner Website verwenden und zugleich bestätigten, dass es auch in Zukunft davon absehe. Apple, beziehungsweise Apples Anwälte schlagen GetJar in einem vom 22. Juni 2011 datierten Brief vor, seinen Internet-Shop stattdessen als „mobilen Downloaddienst“ oder „Downloadservice für Applikationen“ zu bezeichnen.

Ilja Laurs, Gründer und GetJar-CEO erklärte, dass schon seit 2005, also lange bevor Apple App Store an den Start ging, GetJar den Konsumenten Anwendungen anböte. GetJar sei praktisch ein Vorkämpfer des heutigen Apple App Stores.

Laurs weiter:

„Wir haben auf diesem Modell ein internationales und wachsendes Business errichtet und planen, den Begriff „App Store“ auch zukünftig zu verwenden, um unsere Aktivitäten darzustellen.“ GetJar werde sich auch trotz seiner geringen Größe nicht irritieren lassen.

Im Firmenblog schreibt Chief Marketing Officer Patrick Mork:

„We’re not going to take it! Steve Jobs isn’t our Dad.”

Mork weiter:

„GetJar ist keine Konkurrenz für das iOS-Ökosystem von Apple. Wir leiten aus Höflichkeit Apple-User an Apples App Store weiter. Wir tun dies umsonst und bekommen nichts dafür zurück.“